
Auf dieser Seite erfährst Du alles Wichtige rund um das Thema Kunstrasen. Du bekommst einen Überblick darüber,
Welche Arten von Kunstrasen gibt es?
Kunstrasen unterscheidet sich zunächst in seiner Herstellung. Mit dem aufwendigen Tufting-Verfahren wird der Effekt echter Grashalme erzeugt. Klassische Nadelfilzbeläge haben dagegen eher eine verfilzte und geschlossene Oberfläche. Ansonsten kannst Du Kunstrasen noch an ihren Sonnenstunden unterscheiden. Je höher diese sind, desto höher ist auch die UV-Stabilität des Rasenteppichs und er ist somit länger farbecht.
Mit der so genannten Polhöhe wird die Höhe der einzelnen Grashalme angegeben, anhand des Polgewichtes kann die Dichte der einzelnen Rasenteppich eingeschätzt werden. Manche Varianten besitzen noch eine eingebaute Drainage, wodurch Wasserstau zwischen Rasenteppich und Untergrund vermieden wird.
Die Wahl des richtigen Rasens hängt davon ab, wie viel Zeit, Pflege und Nutzung Du einplanst. Damit Du die richtige Entscheidung treffen kannst, vergleichen wir hier Kunstrasen und Naturrasen miteinander:
| Kriterium | Kunstrasen | Naturrasen |
|---|---|---|
| Pflegeaufwand | Sehr gering, kein Mähen/Düngen etc. nötig | Hoch, regelmäßiges Mähen, Gießen und Pflegearbeiten nötig |
| Wasserbedarf | Kein Wasserverbrauch | Hoher Wasserbedarf, besonders im Sommer |
| Optik | Ganzjährig grün, unabhängig von Wetter und Jahreszeit | Grün, aber abhängig von Pflege und Witterung |
| Nutzung | Sofort und ganzjährig nutzbar, sehr robust | Nutzung abhängig vom Wetter (Matsch, Trockenheit) |
| Haptik | Etwas härter, kann sich bei Sonne stark aufheizen | Weich, kühlend |
| Haltbarkeit | Hält für 10–15 Jahre | Erneuert sich natürlich, aber anfällig bei starker Nutzung |
Kunstrasen verlegen: Balkon & Terrasse
Kunstrasen, der auch als Rasenteppich bekannt ist, wird oft dort verlegt, wo kein echtes Gras wachsen kann. Demnach findet man ihn vor allem auf dem Balkon, aber auch auf der Terrasse. Du willst Kunstrasen auf dem Balkon verlegen? Kein Problem. Das Projekt ist schnell und einfach umgesetzt.
Ja, das passt. Um Staunässe und Pfüzenbildung auf dem Balkon und auf der Terrasse zu vermeiden, solltest Du auf hochwertige Rasenteppiche zurückgreifen. Sie sind wasserdurchlässig, so kann das Wasser einfach durchsickern. Balkone und Terrassen verfügen i.d.R. über ein leichtes Gefälle, sodass Regenwasser abfließen kann. Das ändert auch ein Rasenteppich nicht. Du kannst also getrost Rasenteppich auf Balkon befestigen.
Ist das Thema „Kunstrasen und Regen“ geklärt, kann's losgehen. Einfach Kunstrasen auf Balkon oder Terrasse ausrollen und auf die gewünschte Länge zuschneiden. Große Flächen müssen ggf. bahnenweise verlegt werden. In diesem Fall müssen die Nahtstellen mit einem speziellen Kunstrasenkleber fixiert werden. Zusätzlich kannst Du den Rasenteppich mit speziellen Klebebändern fixieren. Gerade auf dem Balkon kann das nützlich sein, denn hier weht ein anderer Wind.

Kunstrasen pflegen
Im Gegensatz zum echten Rasen braucht Kunstrasen keine speziell Pflege. Groben Schmutz einfach aufsammeln oder mit einem Rechen entfernen, das genügt. Um die Halme aufzurichten, kannst Du den Kunstrasen einmal kräftig bürsten. Das verleiht ihm neuen Schwung.
Kunstrasen verlegen: Garten
Kunstrasen kennen viele vom Balkon oder der Terrasse, aber auch in Gärten findet er zunehmend an Beliebtheit. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Kein Wässern, kein Mähen, immer grün! Zudem ist Kunstrasen extrem belastbar. Wenn man seinen Garten viel nutzt oder Kinder im Haushalt leben, die die Rasenfläche durch Fußballspiele und Co. überstrapazieren, kann der Rasenteppich eine Alternative sein. Nachhaltig ist das aber nicht. Durch die künstliche Oberfläche reduziert sich natürlich der Lebensraum vieler Tiere. Das solltest Du bei Deiner Planung berücksichtigen.
Du hast Dich für Kunstrasen im Garten entschieden? Dann Ärmel hoch und ran ans Projekt. Die Material- und Werkzeugliste gibt Dir einen Übersicht, was Du für Dein Projekt „Kunstrasen verlegen“ brauchst. Und im Folgenden erklären wir Dir Schritt für Schritt, was Du beim Verlegen von Kunstrasen beachten musst.
Kunstrasen lässt sich vielseitig einsetzen und ist nicht nur auf klassischen Gartenflächen beschränkt. Je nach Untergrund und Umgebung ergeben sich jedoch unterschiedliche Anforderungen an Aufbau, Verlegung und Nutzung. Die folgende Übersicht zeigt Dir, wie gut sich Kunstrasen für verschiedene Untergründe eignet und worauf Du dabei achten solltest.
| Untergrund | Eignung von Kunstrasen | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Beton | Sehr gut geeignet | Fester, ebener Untergrund. Drainage (z. B. Drainagematte) empfohlen, damit Regenwasser abfließen kann. Verklebung oder Fixierung gegen Verrutschen nicht vergessen. |
| Erde | Gut geeignet | Untergrund muss ausgehoben, verdichtet und mit Tragschicht (z. B. Schotter und Splitt) vorbereitet werden. Unkrautvlies zwingend erforderlich. |
| Kies/Schotter | Gut geeignet | Sehr gute Drainage. Kies muss gut verdichtet und fein abgezogen sein, sonst entstehen Unebenheiten. Ideal als Unterbau in Kombination mit Splitt. |
| Unebene Flächen | Nur bedingt geeignet | Unebenheiten zeichnen sich im Kunstrasen ab. Vor der Verlegung muss der Untergrund unbedingt nivelliert und stabilisiert werden. |
Achtung bei starker Sonneneinstrahlung
In stark sonnigen Bereichen ist Kunstrasen grundsätzlich geeignet, allerdings mit gewissen Einschränkungen. Durch direkte Sonneneinstrahlung kann sich die Oberfläche deutlich aufheizen. Um dem entgegenzuwirken, solltest Du Dich für helle, UV‑stabile Fasern entscheiden und gegebenenfalls für eine zusätzliche Beschattung, etwa durch eine Markise oder ein Sonnensegel, sorgen.
Kunstrasen verlegen: Das brauchst Du
Kunstrasen verlegen: So geht's
Gartenboden für Kunstrasen vorbereiten
Bevor ein Kunstrasen verlegt werden kann, muss der Boden vorbereitet werden: Er muss eben und fest sein. Auf diesem Boden wird anschließend eine 5 bis 6 cm dicke Sandschicht aufgebracht – berücksichtige dieses Maß, wenn Du die endgültige Höhe des Kunstrasens festlegst.
Stehen auf der Fläche für den Kunstrasen noch Blumen oder Sträucher? Dann entferne sie jetzt oder setze sie um. Oder wächst auf der Fläche noch Rasen? Dann steche ihn mit dem Spaten von oben 5–10 cm tief ein, in Abschnitten von etwa 30 x 30 cm. Anschließend die Grasnarbe mit einer Schaufel Abschnitt für Abschnitt abheben und entsorgen. Verwende für große Flächen einen Grassodenschneider.
Gartenboden mit Rüttelplatte verdichten
Verdichte den Boden gleichmäßig mit einer Rüttelplatte, damit der Kunstrasen später nicht nachgibt.
Sandbett anlegen und verdichten
Trage eine 5 bis 6 cm dicke Schicht Sand auf und verteile ihn gleichmäßig mit dem Rechen. Anschließend das Sandbett mit der Rüttelplatte verdichten.
Unebenheiten im Sandbett korrigieren
Unebenheiten müssen jetzt korrigiert werden, damit Du ein ebenes Sandbett erhältst.
Rasen mit Grassodenschneider entfernen
Musst Du eine große Fläche Naturrasen entfernen, dann lohnt sich ein Grassodenschneider. Diese Maschine schält die Grasnarbe exakt und kräfteschonend ab. Keinen Grassodenschneider zur Hand? Dann kannst Du ihn Dir über unseren Mietservice ausleihen.
Geovlies auf Sandbett verlegen
Auf dem vorbereiteten Sandbett wird ein Geovlies verlegt. Rolle das Vlies so aus, dass es an allen Rändern ca. 10 cm übersteht.
Geovlies bahnenweise auslegen
Musst Du mehrere Bahnen nebeneinander verlegen? Dann lass die Bahnen 10 cm überlappen und schneide die Überstände ab.
Kunstrasen ausrichten
Nun wird der Kunstrasen verlegt. Richte die Bahnen so aus, dass die Grashalme gegen die Hauptblickrichtung zeigen, zum Beispiel Richtung Terrasse. Im Vorgarten sollten die Halme des Kunstrasens zur Straße zeigen. Lass den Kunstrasen an den Rändern 10 cm überstehen, damit Du ihn später zuschneiden kannst.
Nahtverbindung Kunstrasen vorbereiten
Musst Du mehrere Bahnen des Kunstrasens verlegen? Dann bereite jetzt die Nahtverbindungen vor: Dazu den Kunstrasen zurückklappen und beide Randstreifen von der Rückseite her abschneiden. Richte die Bahnen dann so aus, dass eine dichte Nahtverbindung entsteht und der Kunstrasen keine Falten hat. Mittig zur Verbindungsnaht ein Nahtband auf dem Geovlies aufkleben.
Nahtverbindung Kunstrasen fixieren
Nun die Enden wieder umschlagen und so dicht wie möglich auf das Klebeband drücken. Anschließend die Ränder vorsichtig mit den Füßen festdrücken.
Kunstrasen-Überstände abschneiden
Liegt der neue Kunstrasen überall richtig? Dann schneide jetzt die Überstände ringsum mit einem scharfen Teppichmesser ab.
Quarzsand auf Kunstrasen verteilen
Verteile nun den Quarzsand auf dem verlegten Kunstrasen: 5 kg pro Quadratmeter. Ist die Fläche etwas größer? Dann verwende dazu einen Streuwagen.
Kunstrasenränder mit Heringen verankern
Verankere den Rasen an den Rändern mit Metallheringen im Boden – ein Hering pro Meter.
Verlegten Kunstrasen aufbürsten
Bürste den Rasen abschließend gegen den Strich. Danach kannst Du Deinen neuen Kunstrasen nutzen.
Häufige Probleme beim Kunstrasen Verlegen
Beim Verlegen von Kunstrasen können trotz guter Vorbereitung typische Probleme auftreten, die Optik, Haltbarkeit oder Nutzung beeinträchtigen. In den meisten Fällen lassen sich diese Probleme jedoch mit den richtigen Maßnahmen einfach vermeiden oder beheben. Die folgende Übersicht zeigt Dir die häufigsten Probleme beim Kunstrasen Verlegen und gibt Dir direkt konkrete Lösungen an die Hand.
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Wellen oder Falten im Kunstrasen | Untergrund nicht ausreichend verdichtet oder Außentemperatur zu warm bei der Verlegung | Unterbau sorgfältig verdichten, Kunstrasen vor dem Fixieren entspannen lassen und bei moderaten Temperaturen verlegen |
| Unebenheiten zeichnen sich ab | Untergrund nicht eben oder Setzungen im Boden | Fläche vorab exakt nivellieren, stabile Tragschicht (Schotter & Splitt) herstellen |
| Staunässe | Fehlende oder unzureichende Drainage | Drainagefähigen Unterbau verwenden, ggf. Drainagematte einbauen |
| Kunstrasen verrutscht | Fehlende Fixierung an Rändern oder auf glattem Untergrund | Ränder verkleben, nageln oder mit Randprofilen sichern |
| Sichtbare Nähte | Bahnen nicht sauber zugeschnitten oder falsch verklebt | Bahnen mit Nahtband und speziellem Kleber exakt ausrichten |
| Rasen liegt platt | Fehlende oder falsche Verfüllung | Quarzsand einbürsten und regelmäßig aufbürsten |
Kunstrasen mit Drainage
Wusstest Du, dass manche Kunstrasen schon eine Drainage direkt eingebaut haben? So sparst Du Dir das Verlegen einer Drainageschicht oder Drainagematte.

Kunstrasen verlegen: häufige Fragen
Der Untergrund muss eben, stabil und gut verdichtet sein, damit sich der Kunstrasen später nicht absenkt oder wellt. Außerdem solltest Du auf einen wasserdurchlässigen Aufbau achten, damit Regenwasser problemlos abfließen kann.
Je nach Untergrund befestigst Du Kunstrasen mit speziellem Kunstrasenkleber, doppelseitigem Klebeband oder mit Heringen an den Rändern. Wichtig ist, dass der Rasen straff liegt und sich weder durch Wind noch durch Nutzung verschieben kann.
Durch das Einstreuen von Quarzsand richten sich die Halme auf und der Kunstrasen wirkt natürlicher. Zusätzlich beschwert der Sand den Rasen, erhöht die Stabilität und verlängert seine Lebensdauer.
In der Regel darfst Du Kunstrasen im eigenen Garten verlegen. Wohnst Du zur Miete oder in einer Wohnanlage, solltest Du vorher Mietvertrag, Hausordnung oder Vorgaben der Eigentümergemeinschaft prüfen.
Am besten verlegst Du Kunstrasen bei trockenem Wetter und milden Temperaturen, zum Beispiel im Frühjahr oder Herbst. Sehr hohe Temperaturen oder Frost sind ungünstig, da sich das Material dann schlechter verarbeiten lässt.
Unkraut wächst meist nur dann durch Kunstrasen, wenn der Unterbau nicht richtig vorbereitet wurde. Mit einem Unkrautvlies unter dem Kunstrasen kannst Du das zuverlässig verhindern.
Eine Drainagematte legst Du zwischen Untergrund und Kunstrasen, besonders auf festen Flächen wie Balkon, Terrasse oder Beton. Sie sorgt dafür, dass Wasser schnell abläuft und sich keine Staunässe bildet.
















