Anleitung

Aquarium einrichten

Der richtige Standort, passender Nährboden, Technik und Deko – es gibt einige Dinge, die Du beim Einrichten Deines Aquariums beachten musst. Wie Du ein Aquarium einrichtest, zeigen wir Dir deshalb hier Schritt für Schritt.

Aquarium einrichten

Das brauchst Du

Material
    Werkzeuge
      Material- und Werkzeugliste

      Vorbereitung

      Richtiger Standort fürs Aquarium

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      Vorab solltest Du Dir über den Standort des Aquariums Gedanken machen: Direkten Tageslichteinfall solltest Du unbedingt vermeiden. Ein ruhiger Standort ist auch vorteilhaft (kein Durchgang mit hoher Lauffrequenz oder ähnlichem) Gerade sollte das Aquarium natürlich auch stehen. Und achte darauf, dass in der Nähe Steckdosen vorhanden sind.

      Wichtig ist, dass Du das Gesamtgewicht des Aquariums im Auge behälst. 1 Liter Wasser entspricht 1 kg, dazu kommt das Gewicht des Aquariums, Deko usw. Hält der Schrank das Gewicht aus?

      Tipp: Die richtige Größe für Einsteiger

      Je größer das Aquarium, desto einfacher die Pflege. Für Einsteiger ist ein 80–100 cm langes Aquarium ideal.

      Arbeitsschritte

      Spezialnährboden ins Aquarium einbringen

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      Die erste Schicht sollte aus einem Spezialnährboden bestehen und mit ca. 2 cm Höhe aufgebracht werden. Zusammen mit dem Sand/Kies sollte er eine Höhe von 5–8 cm erreichen.

      Bring darüber Bodengrund (z. B. Quarzkies, Sand) mit 3–6 cm Höhe auf. Achtung: Nicht vermischen, weil das Wasser sonst trübe wird!

      Achte darauf, die Böden auf die Bedürfnisse Deiner Aquariumbewohner abzustimmen. Insbesondere Panzerwelse brauchen auf einem Teil des Grundes feinen Sand zum Gründeln, um mit dem Sand ihre Nahrung zu verdauen. Quarz ist ein neutrales Gestein, das nichts an das Wasser abgibt. In ihm finden außerdem Wasserpflanzen guten Halt.

      Kies vorher waschen

      Bevor der Kies ins Aquarium kommt, solltest Du ihn gründlich waschen, bis das Waschwasser fast klar ist. Beim Befüllen die Kiesschicht vorne 1–2 cm tiefer anlegen als hinten, so entsteht ein räumlicher Effekt. Das Aquarium wirkt dadurch optisch größer.

      Aquarium dekorieren

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      Zur Dekoration des Aquariums eignen sich Steine und Wurzeln aus dem Fachhandel (nicht aus der Natur). Sie dienen den Fischen als Versteck sowie Laichablageplatz und verbergen technische Ausrüstungsgegenstände.

      Aquarientechnik anbringen

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      Bring Aquarientechnik wie den Filter an. Du solltest den Außenfilter und die Schläuche etwa alle 2–3 Monate reinigen. Lässt die Filterleistung stark nach, solltest Du früher reinigen. Den Innenfilter musst Du definitiv häufiger reinigen. Den Impeller nicht vergessen! Richte Dich dabei nach den Herstellerangaben.

      Übrigens: Je mehr Besatz in Deinem Aquarium ist, desto kürzer sollten die Reinigungsintervalle sein.

      Beleuchtung installieren

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      Verwende natürliches Licht oder Tageslicht mit Vollspektrum,

      Verwende am besten Leuchtmittel mit Spektrum des natürlichen Lichts, z. B. Vollspektrum – denn auch die Pflanzen brauchen Licht zum Leben. Eine Leuchtdauer von 10–12 Std. hat sich bewährt. Zusätzliche Reflektoren verteilen das Licht und erhöhen die Lichtausbeute um bis zu 100 %. Alternativ wird auch gerne eine LED-Beleuchtung verwendet.

      Die Beleuchtung im Aquarium kannst Du auch über Zeitschaltuhr regeln oder per App steuern.

      Aquarium auffüllen

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      Befülle das Aquarium mit einer Gießkanne oder einem Schlauch zu 2/3 mit Wasser. Ein Teller auf dem Grund verhindert, dass Bodengrund aufgewirbelt wird. Verwende je nach Fischart ca. 25 °C warmes Leitungswasser mit Wasseraufbereiter.

      Um die Fische vor schädlichen Stoffen wie Chlor oder Schwermetallen im Leitungswasser zu schützen, muss man unbedingt einen Wasseraufbereiter und Starterbakterien gegen Ammoniak und Nitrit einsetzen.

      Abhängig von der Fischart sollte der pH-Wert zwischen 6,5–8,5 liegen. Werden keine Starterbakterien zugesetzt, kann während der Einlaufphase des Aquariums der Nitritwert ansteigen. In dieser Zeit solltest Du keine Fische einsetzen. Die Einlaufphase kann 10–14 Tage dauern, manchmal länger. Starterbakterien verkürzen diese Phase.

      Regelmäßiger Wasserwechsel

      Ein regelmäßiger Teilwasserwechsel ist wichtiger Bestandteil der Aquariumpflege. Was Du beachten musst, erklären wir Dir in unserem Ratgeber Aquarium pflegen.

      Pflanzen ins Aquarium einsetzen

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      Empfohlen wird die Bepflanzung auf mind. 40 % der Grundfläche. Wasserpflanzen sind die Lebensversicherung für die Fische. Sie sorgen für das biologische Gleichgewicht im Aquarium und Sauerstoff im Wasser. Sie sollten je nach Wuchshöhe und abhängig von der Beckenhöhe ausgewählt werden: die kurzen Pflanzen nach vorne, die längeren in den Hintergrund.

      Wasserpflanzen düngen

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      Wasserpflanzen nehmen die Nährstoffe über ihre gesamte Oberfläche auf. Daher benötigen Wasserpflanzen eine Flüssigdüngung zur Aufnahme bestimmter Nährstoffe über die Blätter und eine Depotdüngung zur Aufnahme von Nährstoffen über die Wurzeln. Bei einigen Arten ist eine zusätzliche CO 2-Düngung empfehlenswert.

      Fische einsetzen

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      Als grobe Faustregel für friedfertige Schwarmfische gilt: Pro Zentimeter Größe des ausgewachsenen Fisches sollte man einen Liter Wasser einplanen. Aus der Beckengröße ergibt sich so die Anzahl und Art der Fische.

      Nicht alle Fische können vergesellschaftet werden. Je nach Lebensraum und Wasserwerten muss ausgewählt werden, am besten mithilfe des Verkäufers.

      Vor dem Einsetzen der Fische müssen sich genügend viele Bakterien gebildet haben, die für das biologischen Gleichgewicht und zur Wasserreinigung im Aquarium dienen. Die Ansiedlung der Bakterien kann durch Präparate mit Starterbakterien unterstützt werden. Dann müssen die Wasserwerte zuträglich sein.

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