Mit der richtigen Terrassenbepflanzung schaffst Du Dir draußen einen Platz zum Wohlfühlen. Am Anfang steht eine
Terrassenbepflanzung: Planung
Bevor Du Deine Terrasse bepflanzt, lohnt es sich, kurz die wichtigsten Rahmenbedingungen zu klären. So findest Du gezielt die Terrassenpflanzen, die wirklich zu Deinem Platz und Deinen Bedürfnissen passen und vermeidest Fehlkäufe.
Überlege Dir vorab:
- Wie ist Deine Terrasse ausgerichtet (sonnig oder schattig)?
- Wie viel Fläche steht Dir zur Verfügung?
- Sollen die Pflanzen für die Terrasse vor allem dekorativ sein oder als Sicht‑ oder Sonnenschutz dienen?
Ein entscheidender Faktor für Terrassenpflanzen ist die Sonneneinstrahlung.
Welche Pflanzen vertragen volle Sonne und Trockenheit?
Pflanzen, die volle Sonne und Trockenheit gut vertragen, sind zum Beispiel Lavendel, Rosmarin, Thymian, Olivenbaum, Fetthenne, Ziergräser (z. B. Federgras) und Blauraute. Sie kommen mit Hitze, wenig Wasser und intensiver Sonneneinstrahlung bestens zurecht.
Für schattige und halbschattige Standorte eignen sich zum Beispiel Hortensien, Funkien (Hosta), Farne, Efeu, Fuchsien, Astilben sowie Japanisches Berggras. Diese Pflanzen kommen mit wenig direkter Sonne gut zurecht und gedeihen auch im lichten Schatten zuverlässig.
Je größer Deine Terrasse ist, desto mehr und größere Pflanzen für die Terrasse kannst Du unterbringen. Wichtig ist trotzdem, genügend Abstand zu lassen, damit die Terrasse nicht überladen wirkt. Große Terrassenpflanzen brauchen entsprechend große Pflanzgefäße, da sie weiterwachsen und Raum für gesunde Wurzeln benötigen.
Als Faustregel gilt: Eine etwa 1,5 Meter hohe Pflanze sollte in einem Kübel mit mindestens 40 Litern Fassungsvermögen stehen.
Bei kleinen Terrassen bieten sich Beete oder Hochbeete rund um die Fläche an. Sie rahmen die Terrasse ein und bringen durch unterschiedliche Höhen zusätzliche Struktur ins Gesamtbild.
Möchtest Du Deine Terrasse begrünen und gleichzeitig vor Blicken schützen, sind Kletterpflanzen an Spalieren oder Mauern eine gute Lösung. Auch höhere Gräser und kompakte Sträucher eignen sich als natürlicher Sichtschutz.
Für den Sonnenschutz kannst Du ebenfalls auf Pflanzen setzen: Begrünte Pergolen, Kletterpflanzen oder schirm- und kegelförmige Bäume spenden angenehmen Schatten und sorgen für ein natürliches Terrassenklima.
Wenn Du Deine Terrasse bepflanzen möchtest, solltest Du damit bis nach den Eisheiligen warten. Diese liegen Mitte Mai und markieren die letzten möglichen Spätfröste. Vor allem selbst vorgezogene Blumen und Gemüsepflanzen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht frostfest.
Aber auch winterharte Terrassenpflanzen aus der Gärtnerei wurden häufig im Gewächshaus angezogen und reagieren empfindlich auf Kälte. In kühlen Nächten schützt Du sie am besten mit einem Vlies oder einer Abdeckung.
Terrasse bepflanzen: Ideen
Du willst Deine Terrasse bepflanzen, suchst aber noch nach passenden Ideen? Dann hilft es, vorab einen einfachen Pflanzplan zu erstellen. So behältst Du den Überblick und kombinierst Terrassenpflanzen, die optisch zusammenpassen und sich am Standort wohlfühlen. Beziehe dabei unterschiedliche Pflanzmöglichkeiten ein:
- Kübel und Pflanzkästen für flexible Platzierung
- eingelassene Minibeete für eine ruhigere Optik
- hängende Pflanzkübel für vertikales Gärtnern an der Hauswand
- Hochbeete, die zusätzlich als Sichtschutz dienen können
Diese Mischung sorgt für Struktur, verschiedene Höhen und mehr Tiefe auf Deiner Terrasse.
Diese Idee fürs Terrasse bepflanzen setzt auf eine durchdachte Mischung aus immergrünen Terrassenpflanzen und blühenden Saisonpflanzen. So bleibt Deine Terrasse das ganze Jahr über lebendig, auch außerhalb der Hauptblütezeit. Lege Dich vorab auf ein Farbkonzept fest:
- Du magst es lebendig? Dann kombiniere verschiedene Blütenfarben.
- Für einen ruhigeren Look wählst Du zwei bis drei Farben, ergänzt durch weiße Blüten.
- Besonders harmonisch wirkt eine Ton‑in‑Ton‑Bepflanzung mit Pflanzen aus derselben Farbfamilie.
Achte zusätzlich darauf, Terrassenpflanzen mit unterschiedlichen Blütezeiten zu kombinieren. Während einige im Frühjahr blühen, sorgen andere im Sommer oder Herbst für Farbe. Zusammen mit immergrünen Pflanzen entsteht so eine Terrasse, die zu jeder Jahreszeit attraktiv bleibt.
Magst Du es mediterran, eignen sich Terrassenpflanzen wie Lavendel, Rosmarin, Majoran oder Gewürz‑Tagetes. Sie wachsen sowohl im Kübel als auch im Beet. Für unterschiedliche Höhen sorgen Oliven‑, Mandel- oder Orangenbäume im Kübel, die Du im Hintergrund platzierst. Wichtig: Diese Idee funktioniert am besten auf einer sonnigen Terrasse.
Für eine ruhige, natürliche Gestaltung kannst Du Pflanzen wie Japanisches Berggras, Regenbogenfarn, Herbst‑Anemone, Waldphlox, Bambus und Funkien kombinieren. Höhere Pflanzen wie Bambus oder Farn bilden den Hintergrund, niedrigere Terrassenpflanzen sorgen im Vordergrund für Struktur.
Du willst Deine Terrasse überwiegend grün, aber nicht eintönig gestalten? Dann kombiniere Blattpflanzen wie Freiland‑Strelitzie, Zypressen, Palmen, Thuja, Farne und Federgras. Kräuter eignen sich zusätzlich für einen vertikalen Hängegarten. Achte darauf, immer auch immergrüne und winterharte Terrassenpflanzen wie Bambus oder Thuja einzuplanen, so bleibt Deine Terrasse auch im Winter attraktiv.
Duftpflanzen nicht vernachlässigen
Greif zu Pflanzen die gut riechen. Je nachdem wie der Wind steht, bekommst Du davon was ab, wenn Du auf der Terrasse sitzt.
Kübelpflanzen für die Terrasse
Kübelpflanzen sind der Klassiker der Terrassenbepflanzung. Der Vorteil liegt auf der Hand: Mit Kübelpflanzen kannst Du Deine Terrasse flexibel gestalten.
Möchtest Du mehrere Pflanzen in einen Kübel setzen, solltest Du beim Kauf darauf achten, dass Deine Wunschpflanzen miteinander kompatibel sind. Außerdem solltest Du dafür sorgen, dass Du nicht zu viele Pflanzen in einen Kübel setzt.
Im Garten sind viele Pflanzen winterhart, aber den Winter im Kübel überstehen nur wenige ohne Schutz. Wir haben einige für Dich zusammengestellt, die genau das können. Sie sind pflegeleicht. Mit denen auf der Terrasse machst Du bestimmt nichts falsch:
Welche Pflanzen sind winterhart und immergrün?
Winterharte und immergrüne Pflanzen sind zum Beispiel Bambus (horstig), Buchs‑Alternativen wie Ilex, Thuja, Kirschlorbeer, Efeu, Rhododendron, Lavendel sowie immergrüne Ziergräser wie Segge. Sie behalten auch im Winter ihr Laub und sorgen ganzjährig für Struktur auf Deiner Terrasse.
Einige Pflanzen, die auf der Terrasse toll aussehen und vor allem für mediterrane Stimmung sorgen, gehören zu der Sorte Kübelpflanze, die Du im Winter Schutz zukommen lassen musst, damit sie gut ins neue Pflanzenjahr starten können.
Das ist nicht weiter tragisch, aber weißt Du schon beim Kauf, welchen Pflanzen Du im Winter mehr Beachtung zukommen lassen musst, kannst Du gut pflegeleichte und etwas pflegedürftigere Pflanzen auf Deiner Terrasse mischen.
Wir haben Dir eine Kübelpflanzen für die Terrasse zusammengestellt, die Du im Winter ins Winterlager bringen oder gut einpacken musst:
Kübelbepflanzung für die Terrasse endet aber nicht mit den großen Sträuchern, Stauden und Bäumen. Willst Du Blumen in Kübel setzen, sind Dir nur ganz wenige Grenzen gesetzt. Mit einjährigen Blumen, kannst Du jedes Jahr für frischen Wind auf Deiner Terrasse sorgen.
Von Blumenzwiebeln bis Küchenkräuter, hier kannst Du Dich richtig austoben und Deine Terrasse zum Blütenmeer umgestalten.
Einige Ideen für eine bunte Terrassenbepflanzung findest Du hier:
Kletterpflanzen für Deine Terrasse
Sie erklimmen Mauern, Spaliere oder Deine Pergola. Kletterpflanzen können Dich nicht nur vor neugieren Blicken schützen, sondern für eine ordentliche Portion Schatten auf Deiner Terrasse sorgen.
Beim Kauf solltest Du darauf achten, ob Deine Kletterpflanze einen speziellen Winterschutz benötigt. Es gibt auch einjährige Kletterpflanzen. Wählst Du die, kannst Du Deine Terrasse jedes Jahr in eine andere Farbe tauchen.
Diese Kletterpflanzen machen sich gut als Terrassenbepflanzung:
Welche Kletterpflanze macht nichts kaputt?
Eine Kletterpflanze, die nichts kaputt macht, ist zum Beispiel die Clematis, da sie sich nur mit Blattstielen oder Rankhilfen festhält und keine Fassaden beschädigt. Auch Kletterrosen oder Geißblatt sind unproblematisch, wenn sie an einem Spalier oder Rankgerüst wachsen.
Ist Dir Sichtschutz auf Deiner Terrasse wichtig, musst Du dafür keine Mauer bauen. Mit der passenden Terrassenbepflanzung schaffst Du ganz einfach einen natürlichen, grünen Sichtschutz.
Geeignete Terrassenpflanzen für den Sichtschutz sind zum Beispiel hoch wachsende Ziergräser wie Hohes Pfeifengras oder Pampasgras. Auch Bambus eignet sich hervorragend, da er dicht wächst und schnell Höhe gewinnt. Eine besonders praktische Lösung ist Säulenobst: Es schützt vor Blicken, wächst kompakt und belohnt Dich gleichzeitig mit frischer Ernte.
Ebenfalls bewährt sind Kletterpflanzen, die an Rankhilfen, Spalieren oder Pergolen in die Höhe wachsen und Deine Terrasse luftig, aber gut abgeschirmt wirken lassen.
Terrassenpflanzen bewässern
Wenn Du auf Deiner Terrasse einen Wasseranschluss hast, lohnt es sich, eine automatische Tröpfchenbewässerung zu installieren. Am besten mit Zeitschaltuhr, sodass die Pflanzen regelmäßig Wasser bekommen. Der ideale Zeitpunkt, um Deine Terrassenpflanzen zu bewässern, ist am frühen Morgen. Dann sind die Pflanzen noch kühl von der Nacht und erleiden durch das kalte Gießwasser keinen Schock. Außerdem verdunstest das Wasser langsamer, sodass sie mehr davon aufnehmen können.
Der Vorteil einer automatischen Tröpfchenbewässerung im Gegensatz zum Gießen per Hand ist, dass Du die Wassermenge optimal für die Außentemperatur und den individuellen Wasserbedarf der Terrassenpflanzen einstellen kannst.
Terrassenbepflanzung: häufige Fragen
Gut geeignet sind Kübel‑ und Terrassenpflanzen wie Lavendel, Hortensien, Ziergräser, Olivenbäume, Kräuter sowie immergrüne Gehölze. Wichtig ist, dass sie zu den Lichtverhältnissen Deiner Terrasse passen.
Wilder Wein, Efeu oder Kletterhortensie wachsen schnell, sind winterhart und eignen sich gut für die Terrassenbegrünung. Mit Rankhilfen bleiben sie dabei kontrollierbar.
Eine gemütliche Terrasse entsteht durch Pflanzen in unterschiedlichen Höhen, bequeme Möbel, warmes Licht und Naturmaterialien wie Holz oder Stein. Kübelpflanzen, Kräuter und ein grüner Sichtschutz sorgen zusätzlich für Atmosphäre.

























































